Wir lieben die „Alte Liebe“

Eine Liebeserklärung an die Aussichtsplattform im Hafen von Cuxhaven. In diesem Beitrag fassen wir die wichtigsten Informationen zum Anziehungspunkt „Alte Liebe“ zusammen.

Aussichtsplattform in spektakulärer Lage

Ein Urlaub in Cuxhaven ist immer ein Erlebnis: Die Nordsee mit ihren attraktiven Sand- und Grünstränden, das faszinierende Wattenmeer, der Weltschifffahrtsweg und natürlich die Elbmündung. Die herrlich salzige Seeluft und das Geschrei der Möwen lassen sogar bei geschlossenen Augen ein ganz besonderes Erlebnis zu. Die „Alte Liebe“ ist der optimale Platz, um mit allen Sinnen in die maritime Welt zu tauchen. Gelegen an der stromseitigen Begrenzung des Cuxhavener Hafens zum Fahrwasser der Unterelbe ist die „Alte Liebe“ als Aussichtsplattform in spektakulärer Lage ein Muss für Freunde der Schifffahrt. Fischkutter, große Pötte, Ozeanriesen, wie zum Beispiel die Queen Mary II, die Schiffe nach Neuwerk, Helgoland und zu den Seehundsbänken sind hier zum Greifen nah. Direkt neben der Aussichtsplattform „Alte Liebe“ befindet sich das Semaphor, eine historische Signalanlage zur Anzeige des Windes bei Borkum und Helgoland.

Direkt an der Elbmündung mit Blick auf die Nordsee

Die perfekte Lage der „Alten Liebe“ hat vor mehr als 200 Jahren zu Ihrem Bau geführt. Es war die Gefahr des Wassers, die zum Bau führte. Die Elbe breitete sich so stark aus, dass das Land bzw. Ufer geschützt werden musste.

Errichtung des Bauwerks „Alte Liebe“ durch versenkte Schiffe

Ziel des Bauvorhabens war es, den durch Sturmfluten beschädigten Hafen und die Große Baake (heute: Kugelbaake) zu schützen. Man wählte ein damals durchaus probates Mittel: Das Versenken von Schiffen. Im Jahre 1733 versenkte man drei Schiffe, die ausgedient hatten. Diese wurden von Pfählen umgeben und in den Zwischenräumen mit Steinen befüllt. Für die Hamburger Seelotsen wurde das Tonnenhaus und das Zeughaus in unmittelbarer Umgebung um die Plattform angesiedelt.

Vom Schiffsanleger zur Aussichtsplattform

Der Bau diente hauptsächlich als Schiffsanleger und wurde Anfang der 80er Jahre zu einer reinen Aussichtsplattform umgebaut. In diesem Zuge wurden die maroden Holzpfähle durch eine Unterkonstruktion aus Stahlbeton ersetzt. Heute befindet sich darauf ein wunderschöner zweistöckiger Holzpfahlbau. Auf der darauf gelegenden Galerie tümmeln sich Tag für Tag begeisterte Touristen und Schifffahrtsfreunde, die das maritime Spektakel auf der Elbe beobachten. Die „Alte Liebe“ ist für Cuxhaven ein Stück gelebte Geschichte und etwas ganz Besonderes. Hier wird die maritime Welt erlebbar. Über eine Lautsprecheranlage werden alle Besucher zwischen 10 und 19 Uhr über die Namen, Größen und Herkunftsländer der vorbeifahrenden Schiffe informiert.

Warum der Name „Alte Liebe“?

Der Name „Alte Liebe“ ist romantisch. Doch, woher stammt dieser schöne Name? Es heißt, dass eines der 1733 versenkten Schiffe für den Bau der heutigen Aussichtsplattform den Namen „Olivia“ trug. Die Menschen in Cuxhaven sollten das Schiff jedoch nur „Oliv“ genannte haben. Das bedeutet ins Plattdeutsche übersetzt „Alte Liebe“. Andere Erzählungen besagen, dass das Größte der drei versenkten Schiffe den Namen „Alte Liebe“ trug und daher der Name unserer wunderschönen Aussichtsplattform kommt. Uns ist es heute letztendlich absolut egal, woher der romantische Name kommt. Wir finden den Namen ebenso schön wie unsere Aussichtsplattform selbst und freuen uns immer wieder hier der maritimen weiten Welt so nah wie möglich zu sein. Fest steht, der Name „Alte Liebe“ gibt dem Ganzen eine ordentliche Prise Romantik.

Bildquellen: Cuxhavener Urlaubswelten, shutterstock/Bjoern Wylezich